Eingebettet im Fachbereich „Informatik und Gesellschaft“ der Gesellschaft für Informatik e. V. dient der Arbeitskreis dem Austausch über fachwissenschaftliches Annotieren als eine wichtige Kulturtechnik, die durch informationstechnische Fortschritte an neuen Möglichkeiten gewinnt. Dabei ist wichtig zu bemerken, dass die Annotation nicht nur eine Technik der Geisteswissenschaften ist, sondern auch Anwendung in den Naturwissenschaften findet (z. B. das Annotieren von technischen Diagrammen, medizinische Aufnahmen, usw.).

Digitale Annotationen sind „multimediale Verweise wie Mark-ups, Lesezeichen, Tags, Wörter, Bewertungen, Transkriptionen, Fußnoten und Symbole, die verschiedenen Annotationsgegenständen wie Texten, Bildern, Audio-, Videodateien, 3D-Objekten, Karten, Datenbanken und Webseiten hinzugefügt werden können“ (s. DHd Blog). Somit stellt das Thema nicht nur einen interessanten Forschungsgegenstand für die Informatik dar. Der Fachbereich Informatik und Gesellschaft kann hier seine Rolle als Vermittler zwischen der Informatik und den Geistes- und Naturwissenschaften nochmals unterstreichen. Der AK wird eine beratende sowie eine forschende Rolle innehaben. Schwerpunkte sind Referenzierbarkeit, Interoperabilität, Austauschbarkeit, Langzeitverfügbarkeit, Usability sowie Technologien des Wissensmanagements.

Ein weiterer Grundpfeiler des Arbeitskreises wird die Vernetzung mit anderen Vorhaben sein, die sich das Vorantreiben von Techniken der digitalen Annotation auf ihre Fahne geschrieben haben. Auch wird die Mitwirkung an der Entwicklung der W3C-Web-Annotation- und Open-Annotation-Standards angestrebt.